Seit den 70er Jahren gibt es nun schon grafische Betriebssysteme. Ich zeige Ihnen hier eine Reise durch die Zeit, von Amiga über Windows 95 bis Mac OS X – in mehr als nur vier Farben.

Sehen Sie dazu einleitend eine kurze Video-Animation über alle bisher erschienenen Betriebssysteme.

Zeitreise: Von Amiga über Windows 95 bis Mac Leopard

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Ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche (Graphical User Interface, kurz GUI) gehört heutezutage zum Standard.

Die erste GUI ihrer Art enstand bereits in den frühen siebziger Jahren zu Forschungszwecken, Premiere auf dem klassischen PC hatte die neue Schnittstelle zwischen Hardware, Software und User dann 1973 mit dem Xerox Alto getauften System. Läuft übrigens noch heute.

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1981 ging Xerox mit dem 8010 Star einen ganzen Schritt weiter. Das Betriebssystem lag zwar wie Blei in den Läden, erfand aber den Vorläufer des heute gebräuchlichen Desktops.

Übrigens: Auch die ersten Anwendungen waren in dem Betriebssystem integriert – das war damals nicht üblich. Auch die erste Maus der Welt lag bei, allerdings setzte sich auch dieses neuartige Bedienelement erst Jahre später durch.

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1983 betrat erstmals eine gewisse Firma aus dem kalifornischen Cupertino die Bildfläche:
Apple veröffentlichte sein “Lisa OS” (das OS bedeutet “Operating System”) und ist bis heute in allen Apple-Systemen verblieben. Lisa lief auf einem dazugehörigen Rechner mit 5 Megahertz und einem Megabyte RAM, den sich aber niemand wirklich leisten konnte und wollte – 10.000 Dollar waren einfach zu viel.
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1984 kam der erste IBM-PC auf den Markt.

Damals noch ohne Windows, sondern mit VisiCorp Visi On , welches vor allem auf Businesskunden abzielte. Ohne Icons, dafür wieder mit Maus (ebenfalls ohne Erfolg) und einem eigenen Installationsprogramm.

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Zum Quantensprung kam es 1984 mit dem Apple Macinstosh.

Das revolutionäre System kam wieder auf eigener leistungsfähiger Hardwäre (7,5 Mhz) und machte die Maus durch Features wie Drop und Drag salonfähig.

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Amiga Workbench war 1985 seiner Zeit um Jahre voraus:

Das System bot als erstes ganze vier Farben (!), Multi-Tasking und Stereo-Sound. Nur wirklich durchgesetzt hat es sich nie.

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Hauptgrund dafür war das kurz später veröffentlichte Windows 1.0 von Microsoft. Zwar galt das System als katastrophaler Fehlschlag, doch man vertraute schon damals dem großen Namen der Firma von Bill Gates
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1987 machte Microsoft mit Windows 2.0 allerdings vieles richtig:
Fenster konnten erstmals übereinander gelegt werden und waren in ihrer Größe veränderbar.
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1988 wollte Microsoft dann gemeinsam mit IBM ein neuartiges System auf den Markt bringen:
OS2 / 1.x hatte viele gute Ansätze, scheiterte jedoch, weil Microsoft und IBM ihre Zusammenarbeit kurz darauf einstellten. Microsoft übernahm jedoch weite Teile für künftige Windows-Versionen.
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Steve Jobs kochte sein ganz eigenes Süppchen:
Nach seinem Austieg bei Apple wollte er mit NeXTSTEP / OPENSTEP den Supercomputer für Universitäten entwickeln. Das gelang ihm auch zu großen Teilen, immerhin gilt das “Next”-System bis heute als Grundstein aller modernen GUIs.
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Microsoft griff 1990 mit Windows 3.0 an:
Das System setzte erstmals auf eine große Hardwareleistung (damals war ein Arbeitsspeicher von rund 640 Kilobyte üblich) und stellte dadurch 386 Farben dar, in Auflösungen von bis zu 1024 x 768.
Erstmals wurden seit 1989 übrigens Farb-Monitore unterstützt.
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Apple zog ein Jahr später nach mit Mac OS System 7 nach, das aber bis auf mehr Farben nicht viel neues brachte.
Ein erster Fehlschlag für das Unternehmen, das mit dem zurückgekehrten Steve Jobs jedoch wieder in die Spur fand.
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Für Microsoft lief es derweil wie geschmiert:
Windows 3.1 wurde zum Mega-Seller und verhalf dem Computer 1992 zum Einzug in Millionen Haushalte weltweit.
Grund dafür war die erstmalige Integrationen mehrer Schriftarten, wodurch man nun auch von daheim aus arbeiten konnte – mit den dazu benötigten Schriften und Formatierungen.
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Microsoft ließ nicht locker und schoss Windows 95 hinterher, welches ihren Siegeszug entgültig in Stein meißelte.
Der Schwerpunkt lag diesmal auf sinnvollen Erneuerungen, die bis heute Standard sind: So gab es erstmals das kleine “x” zum Schließen von Fenstern, auch die Startleiste feierte ihr Debüt.
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Apple reagierte schnell und machte den Kampf der Betriebssysteme zunehmend zum Duell.
Mac OS System 8 machte zwar nichts wirklich besser als Windows 95, setzte aber erstmals auf das typisch edle Apple-Design.
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1998 machte Microsoft mit Windows 98 wieder alles richtig und untermauerte seine Vormachtstellung.
Das System unterstütze erstmals mehr als 256 Farben, auch der Windows Explorer trat erstmals in seiner heutigen Form auf.
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1999 wollten auch einige findige Linux-Entwickler den Sprung ihrer Plattform ins Massengeschäft schaffen.
Alle scheiterten jedoch! Obwohl die Systeme, wie etwa GNOME 1.0, nichts wirklich falsch machten.
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Apple riskierte 2001 den Sprung nach vorne:
Mit Mac OS X legte man nicht nur den Grundstein für alle Apple-Systeme bis heute, sondern konnte nach langer Zeit auch MIcrosoft wieder Nutzer abgraben.
Das System war auch ein grafischer Quantensprung, weshalb einiger User zu Beginn eher verstört reagierten. GUIs waren jetzt erstmals schön.
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Microsoft legte noch im selben Jahr Windows XP nach, bis heute das beliebteste Betriebssystem der Firma.
Das Design änderte sich und war erstmals veränderbar. Die Icons wurden ebenfalls größer und schöner, auch wurden nun Millionen von Farben darstellbar.
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2007 jedoch machte Microsoft einen seiner größten Fehler:
Windows Vista war vom ersten Tag an unbeliebt, das System gilt als unnötig komplex und überladen. Ein Grund, warum Microsoft schon für den Herbst 2009 seinen Nachfolger Windows 7 angekündigt hat.
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Apple nutze die Chance und veröffentlichte 2007 den Mac OS 10.5, genannt “Leopard”.

Das System setzt auf Design und einfache Bedienung, die trotzdem Tiefgang garantiert. Viele Experten halten Leopard für das beste System bis heute, auch zahlreiche Windows-User wechselten seit 2007 zu Apple, vor allem, da Macs nun den Betrieb beider Systeme erlaubten.

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2009 erschien mit KDE v4.0 noch eines der besten Linux-Systeme aller Zeiten, welches als eine Art Mischung aus Windows und Mac OS angesehen werden darf.
Erstmals möglich: Das System kann auch parallel zu Mac oder Windows betrieben werden.
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2 Comments to “Grafische Betriebssysteme: Von Amiga über Windows 95 bis Mac OS 10.5”

  1. Felix Weber sagt:

    Schade, dass ich Euren Blogg erst heute entdeckt habe

  2. Micha sagt:

    hat jemand eine Antwort auf meine Frage :
    Welches Betriebssystem gilt als das erste mit Grafischer Benutzeroberfläche?
    a) Windows ME
    b) Linux
    c) Dos 5.0
    d) Mac OS
    e) OS 2
    f) Unix
    dies sind fragen zum Küchenmeister?!

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